paralleles zuhause
parallel home
casa parallela


»Die Idee für ein "paralleles Zuhause"als digitale Übersetzung meiner Lebens- und Arbeitsräume, verteilt durch Orte und Zeit – ist, meinem Gefühl von Heimat nachzuspühren. Die dreidimensionalen Modelle bieten die Möglichkeit des konservierens, manipulierens und interagierens. Aus den Grundbausteinen: der mit Texturen belegten Geometrien, entwickle ich Bilder (Videos, Simulationen) meiner Räume, frei von ihrer linearen Geschichte, als Gegenspiel zu meinen Erinnerungen.«Eckehard Fuchs

»The Idea of "parallel home" – as a digital translation of my private living- and working spaces, divided through locations and time – is to follow a sense of being home. With the 3d models i have the possibility to conserve, manipulate and to generate interaction. From the basement of geometry and textures, i develop again pictures (videos as well as simulations) of rooms where I live and work in, without the rules of a linear history and as opponent to my memories.« Eckehard Fuchs

»L'idea di "casa parallela" – vista come traduzione digitale della vita privata dell'artista e luogo di lavoro – è di ritrovare la sensazione di sentirsi a casa. Con queste "costruzioni" Fuchs ha la possibilità di conservare, manipolare e interigire con tali luoghi. Dalla base geometrica e dalle texture, l'artista sviluppa altre immagini (sia video che simulazioni fotografiche) delle sue stanze, senza seguire una storia lineare e senza ordinarle in ordine di tempo.«Eckehard Fuchs

 

                      


Sein Projekt »casa parallela«, die nunmehr bereits seit acht Jahren betriebene 3-D-Modellierung von Räumen, in denen der Künstler vorübergehend wohnte, arbeitete oder ausstellte, steht formal außerhalb seiner wenig an der Beschreibung von Orten interessierten Malerei. Trotzdem bildet es einen Dreh- und Angelpunkt der Arbeit von Eckehard Fuchs, denn was er in seinen Zeichnungen und Malereien darstellt, entspringt der Empfindung seiner Umgebungswelt mit all ihren zeittypischen und ach so menschlichen Problemen, Missverständnissen und Verwerfungen. Persönliches und Zwischenmenschliches findet sich dabei ebenso wie Beobachtungen rund um den Kunstbetrieb, oder die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen. Die unterschiedlichen Bereiche seines künstlerischen Interesses ergeben ein Orientierungssystem, als dessen Metapher man die labyrinthische Aneinanderreihung von Räumen sehen kann, die in Wirklichkeit keine räumliche und zeitliche Verbindung miteinander haben.
Als einen Spiegel, in dem sich Zeit und Ort gegeneinander vertauschen sieht der Künstler selbst diese Arbeit. Der Akt des Zusammenfügens der Raummodelle steht dabei für das Vermögen des Künstlers, uns Dinge jenseits gängiger Logik greifbar vor Augen zu führen. Johannes Schmidt


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